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Business Process Management
Als Business Process Management (BPM) bezeichnen wir die konsequente Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten an den Kundenbedürfnissen. Es handelt sich um einen ganzheitlichen, integrativen Managementansatz zur konsistenten und reibungsarmen Aneinanderreihung von Unternehmensfunktionen. In der Betriebswirtschaftslehre ist BPM seit Gaitanides „Prozessorganisation“ (1983) oder spätestens seit Hammer/Champy „Business Reengineering“ (1995) bestimmend. Fragen zur strategiekonformen Abgrenzung einzelner Unternehmensprozesse, zu deren Anzahl und Granularität werden aber nach wie vor vielfältig und kontrovers diskutiert. Die Ursache dieser äußerst lebendigen Diskussion ist darin zu sehen, dass Unternehmensprozesse die individuelle Strategie des Unternehmens widerspiegeln, mit der sich ein Unternehmen bewusst von den Wettbewerbern abzugrenzen versucht bzw. abgrenzen muss. Vor diesem Hintergrund ist auch langfristig keine Standardisierung zu erwarten. Vor der Gestaltung der Geschäftsprozesse steht demnach die Entwicklung einer klaren Vorstellung der Geschäftsfeldstrategie, um aus dieser geeignete Geschäftsprozesse abzuleiten. Es ist zudem damit zu rechnen, dass sich Prozesse in einem Unternehmen vermehrt ändern, um auf Markterfordernisse zu reagieren. Diese Änderungen gilt es, kurzfristig und aufwandsarm umzusetzen. Dazu ist eine Technologieunterstützung bei der Abbildung, Änderung und Umsetzung der Prozesse unausweichlich. Zum Schutz der getätigten Investitionen müssen dabei involvierte Systeme möglichst umfassend beibehalten und in neue Prozessabläufe eingebunden werden. Trotz des Voranschreitens der Werkzeugunterstützung in den Geschäftsprozessen und der Ausweitung insbesondere im Dienstleistungssektor und in bisherigen Randgebieten werden auch zukünftig vollautomatisierte Prozesse die Ausnahme bleiben. Daher wird weiterhin die optimierte Interaktion zwischen Mensch und Maschine im Vordergrund stehen. Dies beginnt bei der abteilungsübergreifenden Modellierung, bei der insbesondere auf ein gemeinsames Verständnis der Beteiligten hinzuwirken ist und endet beim Monitoring der Aktivitäten zum frühzeitigen Begegnen von Fehlentwicklungen, um auf dieser Basis Optimierungen der Geschäftsprozesse herbeizuführen. Die in einem Unternehmen ablaufenden Prozesse werden insgesamt transparent und lassen sich zudem im Sinne gesetzlicher Anforderungen wirtschaftlich dokumentieren. |
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